Im Jahr 2000 fiel der Startschuss für die Jugendbegegnung „Vier Regionen für Europa“. Durch Fußballturniere und kulturelle Projekte kamen zahlreiche Jugendliche aus dem Bezirk Schwaben, dem französischen Département Mayenne, dem rumänischen Kreis Suceava und der ukrainischen Oblast Tscherniwzi zusammen.
Vor 25 Jahren entstand die Idee zur international ausgerichteten Jugendbegegnung „Vier Regionen für Europa“. Dieses besondere Jubiläum feierte der Bezirk Schwaben am Freitag mit einem Festakt, zusammen mit zahlreichen Gästen im Kloster Irsee. „Vier Regionen für Europa‘ ist eine Erfolgsgeschichte. Seit 25 Jahren setzen sich der Bezirk Schwaben und seine Partnerregionen aktiv für die Völkerverständigung ein und füllen den europäischen Gedanken mit Leben“, sagt Bezirkstagspräsident Martin Sailer.
Die Initiative für diese Jugendbegegnung gab der inzwischen verstorbene Günzburger Sportjournalist Wilfried Läbe. Im Jahr 2000 schlug er dem damaligen Bezirkstagspräsidenten Dr. Georg Simnacher vor, ein internationales Jugend-Fußballturnier ins Leben zu rufen. Die Idee war, dass Jugendliche aus dem Bezirk Schwaben jedes Jahr mit Gleichaltrigen aus den Partnerregionen Mayenne (Frankreich), Suceava (Rumänien) und Tscherniwzi (Ukraine) an wechselnden Austragungsorten gemeinsam Fußball spielen. Daraus entstand 2001 die Vereinbarung „Vier Regionen für Europa“, gefolgt von der ersten offiziellen Jugendbegegnung im Jahr 2002.
Das erste Jugend-Fußballturnier wurde 2002 in Offingen (Landkreis Günzburg) ausgetragen. Seither haben insgesamt 1.472 Jugendliche aus allen vier Ländern an den Turnieren teilgenommen – mit Ausnahme der pandemiebedingten Unterbrechungen in den Jahren 2020 und 2021. Mittlerweile ist eine ganze Generation mit der Jugendbegegnung „Vier Regionen für Europa“ herangewachsen und lebt den europäischen Gedanken aktiv.
Während eines Delegationsbesuches der Gäste aus den Partnerregionen des Bezirks wurde erneut Offingen besucht um einen Freundschaftsbaum als Erinnerung an die erste Jugendbegegnung dieser Art in Schwaben zu pflanzen. Der Erste Bürgermeister der Marktgemeinde Offingen, Thomas Wörz empfing die Gäste im Rathaus. Er berichtete über die Erfahrungen seiner Gemeinde sowie der Nachbargemeinden während des Hochwassers in 2024 und betonte die Bedeutung gemeinsamen Handelns in Krisenzeiten. Die Gäste aus Frankreich, Rumänien und der Ukraine waren beeindruckt von den Darstellungen des Bürgermeisters. Sie freuten sich, als Zeichen der gelebten europäischen Freundschaft im Rahmen der Jugendbegegnung „Vier Regionen für Europa“ in Offingen den Freundschaftsbaum bei der Kneippanlage zu pflanzen.
Fotos: Katharina Haberkorn